by Robert Reinick (1805 - 1852)
Es waren einmal drei Käferknaben
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Language: German (Deutsch)
Es waren einmal drei Käferknaben,
Die täten mit Gebrumm brumm brumm
In Tau ihr Schnäblein tunken,
Und wurden so betrunken,
Als wär's ein Faß mit Rum.
Da haben sie getroffen an
Eine wunderschöne Blum Blum Blum,
Da wurden die jungen Käfer
Alle drei verliebte Schäfer
Und flogen um sie herum.
Die Blume, die sie kommen sah,
War grade auch nicht dumm dumm dumm.
Sie war von schlauem Sinne
Und rief die Base Spinne:
"Spinn' mir ein Netzlein um!"
Die Base Spinne kroch heran
Und macht' die Beine krumm krumm krumm;
Sie spann ein Netz so feine
Und setzte sich dareine,
Und saß da mäuschenstumm.
Und als die Käfer kommen an
Mit zärtlichem Gesumm summ summ,
Sind sie hinein geflogen,
Und wurden ausgesogen,
Half ihnen kein Gebrumm.
Das Blümlein aber lachend sprach,
Und kümmert' sich nicht drum drum drum:
So geht's, ihr lieben Käfer,
So geht's, ihr lieben Schäfer,
Trotz allem Summ und Brumm!
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View text with all available footnotesConfirmed with [Robert Reinick], Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde, München: Verlag Rösl u. Cir, [1919], pages 25-26.
Text Authorship:
- by Robert Reinick (1805 - 1852), "Käferlied", appears in Lieder, in Romanzen und Balladen [formerly Bilder], first published 1844 [author's text checked 2 times against a primary source]
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This text was added to the website: 2009-03-22
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