by Johann Heinrich Voss (1751 - 1826)
Seht den Himmel, wie heiter!
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Language: German (Deutsch)
Seht den Himmel, wie heiter! Laub und Blumen und Kräuter Schmücken Felder und Hain; Balsam athmen die Weste; Und im schattigen Neste Girren brütende Vögelein Über grünliche Kiesel Rollt der Quelle Geriesel Purpurblinkenden Schaum; Und die Nachtigall flötet' Und vom Abend geröhtet Wankt im spiegelnd Bach der Baum. Kommt, Gespielen, und springet, Wie die Nachtigall singet; Denn sie singet zum Tanz! O geschwinder, geschwinder! Rund herum, wie die Kinder: Ringel Ringelein Rosenkranz! Alles tanzet vor Freude: Dort das Reh in der Heide, Hier das Lämmchen im Thal; Vögel hier im Gebüsche, Dort im Teiche die Fische, Tausend Mücken im Sonnenstral. Ha! wie pochts mir so bange! Ha! wie glüht mir die Wange! Mädchen, bin ich nicht schön? Hüpf' ich doch, wie ein Kreisel, Daß mir unterm Gesäusel Meines Kranzes die Locken wehn!
J. Anthes sets stanzas 1-2, 4, 3
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View text with all available footnotesConfirmed with Sämtliche Gedichte von Johann Heinrich Voß, Auswahl der lezten Hand, Dritter Band, Königsberg: in der Universitäts-Buchhandlung, 1825, pages 102-103.
Text Authorship:
- by Johann Heinrich Voss (1751 - 1826), "Mailied eines Mädchens", written 1781, appears in Oden und Lieder, in Erstes Buch, no. 9 [author's text checked 2 times against a primary source]
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