by Justinus (Andreas Christian) Kerner (1786 - 1862)
Frühlingsmorgen
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Wann die Lämmer wieder springen, Lerchen jubeln, Rosen glühn, Muß das kränkste Herze singen Und im Welken noch erblühn. Wer in bangen Lebensschmerzen Einsam jetzt die Straße geht, Singet selbst aus düstrem Herzen, Wie ein Lied aus Wolken weht. Wer verbannt, das Aug' in Tränen, Jetzt im fremden Lande zieht, Durch betaute Blumen tönen Läßt der seiner Heimat Lied. Flüsse, Saaten, tönend wallen; Aus dem fernsten Himmel blau Weht ein Singen, lieblich Schallen, Über Wald und helle Au. Alter Gram, nun zeuch von hinnen, Fülle nicht dies Herze bang! Strömet ein von Himmelszinnen Morgenrot und Lustgesang.
H. Schnaubelt sets stanzas 1-3, 5
Confirmed with Justinus Kerner Werke, Zweiter Teil, Gedichte, ed. Raimund Pissin, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1914, pages 72-73
Text Authorship:
- by Justinus (Andreas Christian) Kerner (1786 - 1862), "Frühlingsmorgen", appears in Gedichte, in Die lyrischen Gedichte [author's text checked 2 times against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2008-06-24
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