by Peter Cornelius (1824 - 1874)
Vergieb uns unsre Schuld
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Nachts, wenn sich Sturmwind wild erhebt Und Reue Dir im Innern wacht, Dann bebt Dein Herz in dunkler Nacht So schmerzlich wie's noch nie gebebt, Du ringst, in tiefster Brust verzagt Umsonst nach Trost, umsonst nach Licht, Weil durch den Sturm, noch lauter spricht Dein eigen Herz, das dich verklagt; Doch ob der Sturm auch schweigen mag Und laue Luft Dich lind umspült, Wenn tiefe Reu die Seele fühlt, Bebt sie im Sturm am ruh'gen Tag. Dann preisen Vöglein Gottes Huld Und singen hell zu ihm empor, Dir aber dröhnt ihr Sang in's Ohr Wie herbe Klag' um Deine Schuld.
View text with all available footnotes
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Confirmed with Gedichte von Peter Cornelius, eingeleitet von Adolf Stern, Leipzig, C. F. Kahnt Nachfolger, 1890, page 124.
Text Authorship:
- by Peter Cornelius (1824 - 1874), "Vergieb uns unsre Schuld", appears in Gedichte, in 2. Zu eignen Weisen, in Vater-Unser, no. 6 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 16
Word count: 101