possibly by Ambrosius Metzger (1573 - 1632)
Spazieren wollt ich reiten
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Language: German (Deutsch)
Spazieren wollt ich reiten, Der Liebsten vor die Thür, Sie blickt nach mir von weitem, Und sprach mit großen Freuden: "Seht dort meines Herzens Zier, "Wie trabt er her zu mir. "Trab Rößlein trab, "Trab für und für." Den Zaum, den ließ ich schiessen, Und sprengte hin zu ihr, Und thät sie freundlich grüssen, Und sprach mit Worten süß: "Mein Schatz, mein höchste Zier, "Was macht ihr vor der Thür? "Trab Rößlein trab, "Trab her zu ihr." Vom Rößlein mein ich sprange, Und band es an die Thür, Thät freundlich sie umfangen, Die Zeit ward uns nicht lange, In Garten gingen wir Mit liebender Begier; Trab Rößlein trab, Trab leis herfür. Wir sezten uns da nieder Wohl in das grüne Gras, Und sangen hin und wieder Die alten Liebeslieder, Bis uns die Äuglein naß, Wegen der Kläffer Haß. Trab Rößlein trab, Trab, trab fürbaß.
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View text with all available footnotesConfirmed with F.A. Pischon, Denkmäler der deutschen Sprache von den frühesten Zeiten bis jetzt, Zweiter Theil, Berlin: Verlag von Duncker und Humblot, 1840, page 325. Also appears in Des Knaben Wunderhorn as a Volkslied.
Text Authorship:
- possibly by Ambrosius Metzger (1573 - 1632), "Von alten Liebesliedern" [author's text checked 1 time against a primary source]
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