by (Karl) Wolfgang Müller von Königswinter (1816 - 1873)
Der Sommerabend schauet
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Language: German (Deutsch)
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Der Sommerabend schauet So still auf's Erdenreich, Tiefer der Himmel blauet, Des Westens Rot wird bleich. An den Bergen verglühet Der goldne Abendschein, Still heimlich rauschend ziehet Drunten der tiefe Rhein. Es duften Reben und Rosen Um das freundliche Haus, Liebliche Mädchen kosen Von dem Balkon heraus. Sie ringen und umschlingen, Sich spielend Brust an Brust, Saiten und Lieder erklingen, Und wecken verschollene Lust. Ich wandle auf und nieder Mit meinem seligsten Traum; Verklungen sind längst die Lieder, Ich weiss es selber kaum. Und wie ich erwache, dunkelt So gross mich an die Nacht, Der Himmel sterndurchfunkelt, Die Berge in ruhiger Pracht.
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View text with all available footnotesConfirmed with Dichtungen eines Rheinischen Poeten, Band 1: Mein Herz ist am Rheine. Liederbuch von Wolfgang Müller von Königswinter, Vierte vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1871, p. 21.
Text Authorship:
- by (Karl) Wolfgang Müller von Königswinter (1816 - 1873), "An den Siebenbergen", appears in Dichtungen eines Rheinischen Poeten, in 1. Mein Herz ist am Rheine: Liederbuch, in 1. Junge Lieder [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2009-05-02
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