by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
Schneeglöckchen
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
'S war doch wie ein leises Singen In dem Garten heute Nacht, Wie wenn laue Lüfte gingen: "Süße Glöcklein, nun erwacht, Denn die warme Zeit wir bringen, Eh's noch Jemand hat gedacht." -- 'S war kein Singen, s' war ein Küssen, Rührt' die stillen Glöcklein sacht, Daß sie alle tönen müssen Von der künft'gen bunten Pracht. Ach, sie konnten 's nicht erwarten, Aber weiß vom letzten Schnee War noch immer Feld und Garten, Und sie sanken um vor Weh. So schon manche Dichter streckten Sangesmüde sich hinab, Und der Frühling, den sie weckten, Rauschet über ihrem Grab.
View text with all available footnotes
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with Joseph von Eichendorff, Sämtliche Gedichte und Versepen, Frankfurt am Main und Leipzig: Insel Verlag, 2001, pages 418-419.
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Schneeglöckchen", appears in Gedichte, in 4. Frühling und Liebe [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 18
Word count: 97