by Heinrich Heine (1797 - 1856)
Lied des Gefangenen
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Language: German (Deutsch)
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Als meine Großmutter die Lise behext, da wollten die Leut sie verbrennen. Schon hatte der Amtmann viel Tinte verkleckst, doch wollte sie nicht bekennen. Und als man sie in den Kessel schob, da schrie sie Mord und Wehe; und als sich der schwarze Qualm erhob, da flog sie als Rab in die Höhe. Mein schwarzes, gefiedertes Großmütterlein! O komm mich im Turme besuchen! Komm, fliege geschwind durchs Gitter herein, und bringe mir Käse und Kuchen. Mein schwarzes, gefiedertes Großmütterlein! O möchtest du nur sorgen, daß die Muhme nicht auspickt die Augen mein, wenn ich luftig schwebe morgen.
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), "Lied des Gefangenen", appears in Buch der Lieder, in Junge Leiden, in Romanzen, no. 5 [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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