by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875)
Was macht den Lenz? ‑‑ Die Blumen?
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Was macht den Lenz? -- Die Blumen? O nein, o nein, o nein! Die Blumen machen ihn nicht aus, Ich habe deren viel zu Haus, Der Blumen viele schön und licht; -- Und habe doch den Frühling nicht! Was macht den Lenz? – Die Sonne? O nein, o nein, o nein! Wie schaut der liebe Sonnenschein Nicht oft im Winter hell herein, Und wärmt und strahlt und spielt und malt, -- Das Herz im Leib ist gleichwohl kalt! Was macht den Lenz? -- Die Bläue? O nein, o nein, o nein! Und wirft der Himmel noch so blau Sein liebes Aug auf Strom und Au, So wall' ich doch oft trüb daher, Als ob es tief im Winter wär'. Was macht den Lenz? -- Die Liebe? Ja wohl, -- die Lieb' allein! Die Liebe, die mit Freud' und Scherz Erfüllt der Welten großes Herz, Die Liebe schwellt mit ihrem Hauch Das kleine Herz des Menschen auch!
E. Schön sets stanzas 1, 2, 4
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View text with all available footnotesConfirmed with Johann Gabriel Seidl, Liedertafel, Wien: Carl Gerold, 1840, pages 246-247.
Note: in Schön's setting, in stanza 4, line 2 is shortened at first to "Ja wohl!" but returns to the full form of the line ("Ja wohl, -- die Lieb' allein!") in the repetition.
Text Authorship:
- by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875), "Lenzfragen", appears in Liedertafel, in 6. Tändeleien, Reimspiele [author's text checked 1 time against a primary source]
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