by Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748 - 1776)
Die Schwalbe fliegt
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Language: German (Deutsch)
Die Schwalbe fliegt, Der Frühling siegt, Und spendet uns Blumen zum Kranze! Bald huschen wir Leis' aus der Thür, Und fliegen zum prächtigen Tanze! Ein schwarzer Bock, Ein Besenstock, Die Ofengabel, der Wocken, Reißt uns geschwind, Wie Blitz und Wind, Durch sausende Lüfte zum Brocken! Um Beelzebub Tanzt unser Trupp Und küßt ihm die kralligen Hände! Ein Geisterschwarm Faßt uns beim Arm, Und schwinget im Tanzen die Brände! Und Beelzebub Verheißt dem Trupp Der Tanzenden Gaben auf Gaben: Sie sollen schön In Seide gehn Und Töpfe voll Goldes sich graben! Ein Feuerdrach' Umflieget das Dach, Und bringet uns Butter und Eier! Die Nachbarn sehn Die Funken wehn, Und schlagen ein Kreuz vor dem Feuer! Die Schwalbe fliegt, Der Frühling siegt, Und Blumen entblühn um die Wette! Bald huschen wir Leis' aus der Thür, Und lassen die Männer im Bette!
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty, Besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold Grafen zu Stolberg und Johann Heinrich Voß, Carlsruhe: bey Christian Gottlieb Schmieder, 1784, pages 140-141.
Text Authorship:
- by Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748 - 1776), "Hexenlied" [author's text checked 2 times against a primary source]
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