by Christian Adolf Overbeck (1755 - 1821)
Das waren mir selige Tage!
Language: German (Deutsch)
Das waren mir selige Tage! Bewimpeltes Schifflein, o trage Noch einmal mein Lottchen und mich! O wieg' uns noch einmal behende Von hinnen bis an der Welt Ende; Zur Wiege begehren wir dich. Wie fuhren und fuhren auf Wellen; Da sprangen im Wasser die hellen, Die silbernen Fische herauf. Wir fuhren und fuhren durch Auen; Da ließen die Blumen sich schauen, Da liefen die Lämmer zu hauf. Wir schwebten in lüsternen Kreisen; Da sangen die Lerchen die Weisen, Da zirpeten Täucher im Rohr. Wir schwebten auf strömenden Flächen; Da rauschten Gemurmel von Bächen, Da säuselten Lüftchen ans Ohr. Wir spielten im treibenden Nachen, Wir gaben uns manches zu lachen, Wir hatten des Spieles nicht Rast. Wir ließen die Hörner erklingen, Die Mädchen begonnen zu singen, So hielt ich mein Lottchen umfaßt. Das waren mir selige Tage! Du kleine Gefällige, sage: Sie waren so selig auch mir! Dann such' ich das Schifflein mir wieder! Dann setz' ich dich neben mir nieder, Und fahre durchs Leben mit dir.
F. Lachner sets stanzas 1-2, 4-5 in (at least) one setting - see below for more information
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View text with all available footnotesConfirmed with Frizchens Lieder, neue Ausgabe, ed. by Christian Adolf Overbeck, Hamburg: August Campe, 1831, pages 72 - 73.
Note for stanza 2, line 6, word 6: Lachner's score has the typo "Haus" instead of "hauf".
Text Authorship:
- by Christian Adolf Overbeck (1755 - 1821), "Die Schiffahrt", appears in Fritzchens Lieder, second version [author's text checked 1 time against a primary source]
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