by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872)
Erinnerung
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Language: German (Deutsch)
Und hast du recht geliebt einmal, Sei dir's zur Freude, sei's zur Qual, O halte das Gedächtnis fest, Auf daß es nimmer dich verläßt. Gib' ihm, als deinem besten Schatz, Im tiefsten Herzen einen Platz, Gleichwie ein liebes Grab man pflegt Und es mit Blumen eng umhegt. Und jeden Gruß, den du geschickt, Und jeden Kuß, der dich erquickt, Und selbst der Trennung bittern Schmerz, O schließ' es alles treu ins Herz. Auf daß, wenn einst nach Jahren spät Der Frost des Alters dich umweht, Du an verschwundner Tage Glück Noch laben magst den müden Blick. Und wie von Weines edlem Naß Den Duft bewahrt das leere Faß, So spielt um dich Erinnerung Und macht das alte Herz dir jung. -- Die Rose welkt wohl über Nacht, Vergänglich ist der Erde Pracht, Nur was du liebst, o Herz, ist dein: Das soll dein Trost im Sterben sein.
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Research team for this page: Melanie Trumbull , Johann Winkler
Confirmed with Aus der Heimat: Neue Gedichte von Robert Prutz, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1858. Appears in Zweite Liebe, pages 8 - 9.
Text Authorship:
- by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872), "Erinnerung ", appears in Aus der Heimat: Neue Gedichte, in 1. Zweite Liebe [author's text checked 1 time against a primary source]
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