by Ludwig Gotthard Theobul Kosegarten (1758 - 1818)
Warum bist du nicht hier, meine...
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Language: German (Deutsch)
Warum bist du nicht hier, meine Geliebteste, Daß mich gürte dein Arm, daß mich dein Händedruck Labe, daß du mich pressest An dein schlagendes Schwesterherz. Rosa, bist du mir hold? Rosa, so hold, wie ich, War dir keiner, und wird keiner dir wieder seyn Von den Söhnen der Erde, Von den Söhnen Elysiums. Wärmer, Rosa, fürwahr, wärmer und zärtlicher Könnte nimmer für dich schlagen mein fühlend Herz, Hätt' Ein Schooß uns geboren, Hätt' uns einerley Brust gesäugt. Matte labet der Quell, Müde der Abendstern, Irre Wandrer der Mond, Kranke das Morgenroth; Mich erlabet, Geliebte, Dein Umfangen am kräftigsten. Warum bist du nicht hier, meine Vertrauteste, Daß dich gürte mein Arm, daß ich dir süßen Gruß Lispl' und feurig dich drücke An mein schlagendes Bruderherz.
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View text with all available footnotesConfirmed with L.T.Kosegarten's Poesieen, Neueste Auflage, Zweyter Band, Berlin 1803, pages 84-85; and with Gedichte von Ludwig Theobul Kosegarten. Zweiter Band. Leipzig, bei Ernst Martin Gräff. 1788, pages 223-224.
Note: In his early editions Kosegarten included only two (independent) poems titled An Rosa, without a subtitle, and they did not yet constitute a part of his later cycle of the four poems An Rosa.
Text Authorship:
- by Ludwig Gotthard Theobul Kosegarten (1758 - 1818), "An Rosa", subtitle: "Zweytes Lied", written 1787 [author's text checked 1 time against a primary source]
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