by Ludwig Gotthard Theobul Kosegarten (1758 - 1818)
Rosa, denkst du an mich? Innig gedenk'...
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Language: German (Deutsch)
Rosa, denkst du an mich? Innig gedenk' ich dein. Durch den grünlichen Wald schimmert das Abendroth, Und die Wipfel der Tannen Regt das Säuseln des Ewigen. Rosa, wärst du hier, säh' ich ins Abendroth Deine Wangen getaucht, säh' ich vom Abendhauch Deine Locken geringelt - Edle Seele, mir wäre wohl! Lieber lehn' ich an dir, als an der Einsamkeit Trautem Busen. Mir klingt süßer der Flötenton Deiner klagenden Stimme, Als das Säuseln im Tannenhayn. Oft umfingest du mich, meine Holdselige, Mit vertraulichem Arm, wenn ich an deiner Brust Melancholischen Frieden, Schwärmens müde, mich rettete. Jedes leisere Weh, jedes verschwiegne Ach, Das den Busen mir preßt, haucht' ich dir öfter aus, Schöpfte freyeren Odem, Klomm' heroischer felsenan. Nie soll darum ein Freund meiner holdseligen Rosa mangeln, und nie Milderung ihrem Gram! Nie sey trostlos ihr Leiden, Ihre Urne nie blumenleer!
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View text with all available footnotesConfirmed with L.T.Kosegarten's Poesieen, Neueste Auflage, Zweyter Band, Berlin 1803, pages 86-87; and with Gedichte von Ludwig Theobul Kosegarten. Zweiter Band. Leipzig, bei Ernst Martin Gräff. 1788, pages 238-239.
Note: In his early editions Kosegarten included only two (independent) poems titled An Rosa, without a subtitle, and they did not yet constitute a part of his later cycle of the four poems An Rosa.
Text Authorship:
- by Ludwig Gotthard Theobul Kosegarten (1758 - 1818), "An Rosa", subtitle: "Drittes Lied", written 1787 [author's text checked 1 time against a primary source]
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