by Elisabeth Kulmann (1808 - 1825)
Mond, meiner Seele Liebling
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Language: German (Deutsch)
Mond, meiner Seele Liebling, Wie siehst du heut' so blass? Ist eines deiner Kinder, O Mond, vielleicht unpass? Kam dein Gemahl, die Sonne, Vielleicht dir krank nach Haus? Und du trittst aus der Wohnung, Weinst deinen Schmerz hier aus? Ach! guter Mond, ein gleiches Geschick befiel auch mich. Drin liegt mir krank die Mutter, Hat mich nur jetzt um sich! So eben schloss ihr Schlummer Das Aug' ein Weilchen zu; Da wich, mein Herz zu stärken, Vom Ort ich ihrer Ruh. Trost sei mir, Mond, dein Anblick, Ich leide nicht allein: Du bist der Welt Mitherrscher, Und kannst nicht stets dich freun!
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View text with all available footnotesNote: at the top of the Schumann score is the following text: "Die Dichterin, den 17. Juli 1808 in St. Petersburg geboren, verlor frühzeitig ihren Vater und von sieben Briidern sechs, die Letzteren in den Schlachten der Jahre 1812-14. Es blieb ihr nur die Mutter, die sie mit zärtlicher Liebe bis an ihr Ende verehrte. Aus den zahlreichen Gedichten an sie, ist das folgende ausgewählt."
Text Authorship:
- by Elisabeth Kulmann (1808 - 1825), "An den Mond", appears in Gemäldesammlung in vierundzwanzig Sälen, in 3. Dritter Saal, no. 9, first published 1819 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Ted Perry
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