by Andreas Gryphius, né Greif (1616 - 1664)
Language: German (Deutsch)
Ist jemals weil der Bau der großen Welt gestanden, So grimme Tyrannei und Greuel auch erhört? Ist was, das nicht durch Krieg, Schwert, Flamm und Spieß zerstört? Ist solche Grausamkeit, sind soviel Sünd und Schanden? Ganz ohne Furcht verübt, nun Redlichkeit in Banden Und Heiligkeit verjagt, nun sich die Sünde mehrt, Und mancher Widerchrist in Gottes Tempel lehrt, Und schwere Ketzerei sich heckt in allen Landen? Ach, wie wird deiner Schar, Herr Jesu Christ, so bang! Verkürze dich die Zeit und bleib nunmehr nicht lang, Daß nicht der Satan uns in Wahn und Irrtum bringe! Indessen gib, daß ich, o wahre Seelenspeis, Mich von der faulen Welt und ihrer Lust abreiß Und bald zu dir, mein Hort, mit Adlersflügeln schwinge!
Composition:
- Set to music by Karl Amadeus Hartmann (1905 - 1963), "Elend", 1955 [ soprano and piano ], from cantata Lamento, no. 1, confirmed with a CD booklet
Text Authorship:
- by Andreas Gryphius, né Greif (1616 - 1664), "Auf den Sonntag des letzten Greuels oder XXV. nach der Heil. Dreyeinigkeit. Matth. 24"
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Researcher for this page: Malcolm Wren [Guest Editor]
This text was added to the website: 2017-08-29
Line count: 14
Word count: 120