by Karl Herloß (1804 - 1849)
Warum ich diese Augen liebe See original
Language: German (Deutsch)
Warum ich diese Augen liebe, so gern in diese Augen seh'? Zwei Seele sind ja diese Augen, zwei Seelen, so voll Lust und Weh'. Die eine Seele sagt: Ich liebe; die and're sagt: Ich liebe nicht. Und dennoch können beide lächeln und haben doch ein himmlisch Licht. Hat eins mich strafend nun getroffen und hüllt sich ernst in Dunkelheit, so lässt das and're wieder hoffen ud gibt mir Mut und Seligkeit. O schmelzet doch, ihr süßen Flammen, in einen einz'gen Seelenstrahl und lasst mich leben oder sterben, denn zwischen Lust und Furcht ist Qual.
Composition:
- Set to music by Carl Ludwig Fischer (1816 - 1877), "Warum ich diese Augen liebe", op. 10 (2 Gedichte, von C. Herlosssohn, für Sopran (oder Tenor) mit Pianoforte) no. 2, published 1850 [ soprano or tenor and piano ], Mainz, Schott
Text Authorship:
- by Karl Herloß (1804 - 1849), "Ungewissheit", appears in Scherben
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2026-03-13
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