by August Kopisch (1799 - 1853)
Der wackere Zecher See original
Language: German (Deutsch)
Vor Zeiten, als man noch so trank,
Daß mancher unter die Bank versank;
Was jetzt gar selten mal passirt,
Weil Tugend Jedermann genirt: --
Da ging ein Zecher einst nach Haus
Von einem großen Kirmesschmaus:
Heidi, heida, tralalala,
Wie war dem Männlein schwüle da!
Er kam zum Steg am Unkenmoor:
Der Steg kam ihm nicht breit g'nug vor;
Da war er gar zu aufgebracht,
Daß man den Steg nicht breiter macht!
Und wie er sagt: so breit muß er sein!
Da fällt er, plumps ins Wasser 'nein.
Heidi, heida, tralalala,
Wie war dem Männlein schwüle da!
Nun glaubt man wohl, mit dem Juchhei
Bei diesem Schelmen war's vorbei ? --
Doch hat's mit dem noch kein' Gefahr,
Weil er gewöhnt an's Trinken war:
Er trank das ganze Pfütze aus,
Und ging mit trocknem Fuß nach Haus. --
Heidi, heida, tralalala,
Da war ein guter Zug, ha, ha! ha, ha, ha, ha!
Note: modern German would change many spellings: "passirt" -> "passiert", "genirt" -> "geniert", etc.
Composition:
- Set to music by Ludwig Joseph Kramolin (1805 - 1884), as Ludwig Cramolini, "Der wackere Zecher", from Drei komische Lieder, no. 1
Text Authorship:
- by August Kopisch (1799 - 1853), "Der wackere Trinker"
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