by Feodor Franz Ludwig Löwe (1816 - 1890)
Das Horn zu Ronceval See original
Language: German (Deutsch)
Das war ein tüchtig Streiten
Zu Ronceval im Thal!
Es troff auf beiden Seiten
Von Blut der scharfe Stahl.
Von Heid' und Christenrittern
Sah man der Wunder viel;
Das war ein Lanzensplittern,
Ein lustig Würfelspiel!
Vor Allen aber Einer
Warf stets den besten Pasch,
Dem widerstand wohl Keiner,
Der hieb so tief als rasch;
Der strich die Eisenfiedel
Auf blanker Helme Kranz,
Und sang ein munter Liedel
Vom Rhein und seinem Glanz.
Das war des Kaisers Vetter,
Der starke Held Roland!
Der schrieb im Kampfgeschmetter
Die leserlichste Hand.
Der ließ die Klinge kreisen,
Als wär's ein Becher Wein,
Und rief: "Sonst trink ich Weißen,
Heut' schenk' ich Rothen ein.
...
Als Keiner mehr von Allen,
So Christ, als Heide stand,
Dann erst ist er gefallen,
Der starke Held Roland!
Am Schwert die müde Rechte,
Bepurpurt Helm und Schild;
Der erste im Gefechte,
Der letzte im Gefild.
Doch eh' der Tod, so blutig,
Ihn gänzlich übermannt,
Greift er noch totesmuthig
Sein Horn, den Olifant:
"Den besten Gruß, mein Kaiser,
Dir noch mit diesem Schall!"
Und leis verklingt und leiser
Das Horn zu Ronceval.
Note: the text above is taken from stanzas 1-3,7,8 of the original text.
Composition:
- Set to music by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Das Horn zu Ronceval", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 54, published 1896, stanzas 1-3,7,8 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Text Authorship:
- by Feodor Franz Ludwig Löwe (1816 - 1890), "Das Horn zu Ronceval", appears in Gedichte, in Gestalten
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
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