by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862)
Language: German (Deutsch)
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Auf den Wald und auf die Wiese, Mit dem ersten Morgengrau, Träuft ein Quell vom Paradiese, Leiser, frischer Maientau; Was den Mai zum Heiligtume Jeder süßen Wonne schafft, Schmelz der Blätter, Glanz der Blume, Würz und Duft, ist seine Kraft. Wenn den Tau die Muschel trinket, Wird in ihr ein Blumenstrauß; Wenn er in den Eichbaum sinket, Werden Honigbienen draus; Wenn der Vogel auf der Reise Kaum damit den Schnabel wetzt, Lernet er die helle Weise, Die den ernsten Wald ergötzt. Mit dem Tau der Maienglocken Wäscht die Jungfrau ihr Gesicht, Badet sie die goldnen Locken, Und sie glänzt von Himmelslicht; Selbst ein Auge, rot geweinet, Labt sich mit den Tropfen gern, Bis ihm freundlich niederscheinet, Taugetränkt, der Morgenstern. Sink denn auch auf mich hernieder, Balsam du für jeden Schmerz! Netz auch mir die Augenlider! Tränke mir mein dürstend Herz! Gib mir Jugend, Sangeswonne, Himmlischer Gebilde Schau, Stärke mir den Blick zur Sonne, Leiser, frischer Morgentau!
Composition:
- Set to music by Joseph (Gabriel) Rheinberger (1839 - 1901), "Maientau", op. 95 no. 2 (1876), published 1876 [ satb chorus and piano ], Leipzig, Forberg
Text Authorship:
- by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Maientau", appears in Lieder
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- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Rosée de mai", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
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This text was added to the website: 2008-01-03
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