by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Scheiden und Leiden See original
Language: German (Deutsch)
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Und bist du fern, und bist du weit, Und zürnst noch immer mir, Doch Tag und Nacht voll Traurigkeit Ist all mein Sinn bei dir. Ich denk' an deine Augen blau Und an dein Herz dazu -- Ach, keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du. Wie stand die Welt voll Rosen schön, Da ich bei dir noch war, Da rauscht' es grün von allen Höh'n, Da schien der Mond so klar. Du brachst die Ros', ich küßte dich, Ich küßt' und sang dazu: Wohl keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du. Wohl bin ich frei nun wie der Falk', Der über die Berge fliegt, Vor dem die Welt, die schöne Welt Hellsonnig offen liegt, Doch hat der Falk' sein heimisch Nest, Und wo find' ich einst Ruh? Ach, keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du. O schlimmer Tag, o schlimme Stund, Die uns für immer schied; Da sind aus meines Herzens Grund Geschieden Freud' und Fried'. Nun such' ich wohl durch Land und See, Und habe nicht Rast und Ruh; Denn keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du.
Composition:
- Set to music by Friedrich Hieronymus Truhn (1811 - 1886), "Scheiden und Leiden", op. 74, published 1845? [ soprano or tenor and piano ], Berlin : Schlesinger
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Scheiden, Leiden"
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