by Anonymous / Unidentified Author
Translation by Adalbert Štiglić

Traumbild
Language: German (Deutsch)  after the Croatian (Hrvatski) 
Lang bliebst du fern;
Ich weiß nicht, wo du weilst, ob du mir nahe bist
Oder du ruhst auf ferner weiter Heide,
Wo kranzgeschmückt sich Hügel reihn.

Du bist nicht mehr, und meine Liebe starb.
Wenn man nur deinen Namen rief,
Erbebte mir das Herz; ich liebte dich.
O Glück, o Seligkeit, im Frühling hold entzückt,
In deinen Armen ruhn.

Vorbei, vorbei! Nur manchmal in Sternennächten
Träumt mir, ich sei dir teuer wie damals ...
O Glück, o Qual! Nun bist du endlich da,
In tausend Sehnsuchtsnächten bang erwartet.
Bist du es wirklich, fandest du heim zu mir!
Darf ich dich wieder fragen: Liebst du mich?

Ach nein, du liebst mich nicht,
Zu lang bliebst du fern, gedachtest nicht der Qual,
Die meine Lieb und meine Sehnsucht litt;
Der Frühling kam mit Rosen ohne dich,
Einsam blieb ich, wartete.

Nun kehrst du wieder, im Sternenglanz der Nacht.
Mein tränenvolles Leid vergaß ich, denn du bist da!
Ach bleibe, Traumbild, Truggestalt.
Du liebst mich nicht und gehst von hier,
Und immer werd’ ich einsam sein.
Nur manchmal im Traume liebst du mich?

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2017-02-28
Line count: 26
Word count: 181