by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872)

Liebe
Language: German (Deutsch) 
Hat je der Liebe treue Hand
Durch Nacht und Dornen dich geführt,
Hast in des Lebens Sonnenbrand
Du jemals ihren Hauch verspürt;

O fühle, daß dich Gott geweiht,
So oft ein lieber Mund dich küßt,
Und daß dir nun für alle Zeit
Ein himmlisch Glück zu eigen ist. 

Wie sich dein Schicksal wenden mag,
Und was du leidest auch fortan,
Es blühte dir ein Frühlingstag,
Der nimmermehr verwelken kann.

In Glück und Noth, in Lust und Pein
Umfächelt dich sein linder Duft,
Die Liebe wiegt dich lächelt ein
Und streut die Rosen auf die Gruft.

Confirmed with Robert Prutz, Buch der Liebe, dritte Auflage (third edition), Leipzig: Ernst Keil, 1874, page 248.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-02-04
Line count: 16
Word count: 95