Ist das des Schenken gepriesen Haus?
Language: German (Deutsch) 
Ist das des Schenken gepriesen Haus? 
Es sieht doch gar so düster aus,
Es heißet drin zum goldnen Mond,
Wohl glaub ich, daß die Nacht hier wohnt.
Giebts denn keine bessre Schenke im Ort? 
-- Trag mir das Bündel wieder fort. 

Doch halt, da öffnet sich die Thür! 
Ein rosig Mägdlein tritt herfür,
Ja, dieser Augen Sternenschein,
Er lockt mich in die Nacht hinein,
Daß ich den Wein da eben probier.
-- Mit meinem Bündel halte hier.

Ein helles Kelchglas bringst du da,
Wie ich noch nie ein schönres sah; 
Fürwahr, der Wein ist klar und gut,
Er glänzt und wärmt wie Sonnenglut,
Ei, hier ist Sonn- und Tagesschein.
-- Hier bleib ich, bring das Bündel herein. 

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Confirmed with Junge Lieder von Wolfgang Müller, Düsseldorf, Verlag von J. H. C. Schreiner, 1841, page 112.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bertram Kottmann

Text added to the website: 2020-02-08 00:00:00
Last modified: 2020-02-08 18:33:08
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