by Sophus Michaëlis (1865 - 1932)
Translation by Anonymous / Unidentified Author

Scherzo
Language: German (Deutsch)  after the Danish (Dansk) 
Es entdeckte mein Blick deine Spur,
sah, wo dein Füßchen gestreift die Flur.
Ringsum von dem Sturmwind, der wirbelnd geweht,
waren die Wege mit Staub besät.

Jede alte Spur war weiter gefegt,
jene nur blieb, die du geprägt.
Stets hinterließest zwei Zeichen du:
rechts wie auch links einen winz'gen Schuh.

Doch für mich war es gleichsam ein Lied,
wobei in Entzücken mein Herz geriet.
Auf und ab hüpften, wie Noten zum Sang,
die lieben Spuren des Wegs entlang.

Und als die letzte Note verschwand,
fand ich dich selbst am Wegesrand;
und den allerletzten süßen Akkord
küsst' ich dir da von den Lippen fort.

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-05-08
Line count: 16
Word count: 103