Zehn Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

by August Enna (1859 - 1939)

Word count: 538

1. Der Frühling [sung text not yet checked]

Die Wellen blinken und fließen dahin,
Es liebt sich so lieblich im Lenze!
Am Flusse sitzet die Schäferin 
Und windet die zärtlichsten Kränze.

[ Das knospet und quillt und duftet und blüht,]1
es liebt sich so lieblich im Lenze!
Die Schäferin seufzt aus [tiefer Brust]2:
»Wem geb' ich meine Kränze?«

Ein Reiter reitet den Fluß entlang,
er grüßet so blühenden Mutes,
die Schäferin schaut ihm nach so bang,
fern flattert die Feder des Hutes.

Sie weint und wirft in den gleitenden Fluß
die schönen Blumenkränze.
Die Nachtigall singt von Lieb' und Kuß,
es liebt sich so lieblich im Lenze!

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The waves flash and flow in", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "L'amour est si doux au printemps !", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 In later editions, Heine changed this to "Das knospet und quillt, mit duftender Lust" (The budding, the streaming, with joyous, wafting fragrances). Stanford uses this.
2 In the first edition, Heine had: "vollem Gemüt"; but in later editions he changed it to "tiefer Brust".

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2. Der Sänger [sung text checked 1 time]

Lächelnd ist der Sänger hingeschieden,
liegt so schön im Rosenblüten-Sarg.
All sein Hoffen ruht im ewigen Frieden,
alle Taten, die sein Herz noch barg.
Wie der Lorbeer, den der Sturm geknicket,
ruht er. Welten hätt' er gern beglückt.

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3. Er liebt mich nicht [sung text checked 1 time]

Es steht am bunten Haine
ein blondes, bleiches Kind.
Sie streuet Frühlingsblumen
wohl in den kühlen Wind.

„Er liebt mich ohne Maßen,”
sie heimlich zählt und spricht.
Sie lässt die Blumen fallen:
„Er liebt mich nicht!”

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4. Es war ein alter König [sung text not yet checked]

Es war ein alter König,
sein Herz war schwer, sein [Haupt]1 war grau;
der arme alte König,
er nahm eine junge Frau.

Es war ein [schöner]2 Page,
blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn;
er trug die seid'ne Schleppe
der jungen Königin.

Kennst du das alte Liedchen?
Es klingt so süß, es klingt so trüb!
Sie mußten beide sterben,
sie hatten sich viel zu lieb.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "There was an old king", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Il était un vieux roi", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 Diepenbrock: "Haar"
2 Zemlinsky: "junger"

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5. O kehret zurück, ihr vergangenen Stunden [sung text checked 1 time]

O kehret zurück, ihr vergangenen Stunden,
ihr seligen Tage, kehrt wieder zurück!
O lasst mich, vom Arm der Geliebten umwunden,
nur einmal noch träumen von Jugend und Glück!

Und ist es ein Traum, was soll ich erwachen?
Im Traume nur leb' ich und bin beglückt.
Im Traume nur hör' ich das zaub'rische Lachen,
mit dem die Geliebte mein Herz einst entzückt.

In Fülle der Wonne vergangene Stunden,
ihr seligen Tage, kehrt wieder zurück!
O lasst mich, vom Arm der Geliebten umwunden,
nur einmal noch träumen von Jugend und Glück!

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6. Pastourelle [sung text not yet checked]

Ce fut en mai
Au douz tens gai
Que la saisons est bele,
Main me levai,
Joer m'alai
Lez une fontenele.
En un vergier
Clos d'aiglentier
Oi une viele;
La vi dancier
Un chevalier
Et une damoisele. 

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7. Scherzo [sung text checked 1 time]

Es entdeckte mein Blick deine Spur,
sah, wo dein Füßchen gestreift die Flur.
Ringsum von dem Sturmwind, der wirbelnd geweht,
waren die Wege mit Staub besät.

Jede alte Spur war weiter gefegt,
jene nur blieb, die du geprägt.
Stets hinterließest zwei Zeichen du:
rechts wie auch links einen winz'gen Schuh.

Doch für mich war es gleichsam ein Lied,
wobei in Entzücken mein Herz geriet.
Auf und ab hüpften, wie Noten zum Sang,
die lieben Spuren des Wegs entlang.

Und als die letzte Note verschwand,
fand ich dich selbst am Wegesrand;
und den allerletzten süßen Akkord
küsst' ich dir da von den Lippen fort.

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8. Wie könnt' ich vergessen [sung text checked 1 time]

Wie könnt' ich doch je vergessen dein,
du Kleinod, strahlend in Pracht!
Vergisst wohl der Blinde der Sonne Licht,
ob um ihn ewige Nacht?

Wie könnt' ich doch je vergessen dein,
die einst meines Herzens Glück
und, da du schiedest, den holdesten Traum
der Ewigkeit ließ zurück!

Wie könnt' ich doch je vergessen dein,
du Blume aus himmlischem Land!
Ein Balsam entquillt deinem reinen Kelch
wie Rauch des Altares Brand.

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9. Anbetung [sung text not yet checked]

In Andacht bet' ich an dein Haar
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author
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10. Roth-Röslein [sung text not yet checked]

Roth-Röslein du, so hold und fein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author
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