by Rudolf Löwenstein (1819 - 1891)

Lerchengesang
Language: German (Deutsch) 
Wir schweben hoch wohl überm Feld,
   tirili, tirili,
tief unten schlummert noch die Welt,
   tirili, tirili,
da klingen Glocken nah' und fern,
das Dorf vom Schlaf ersteht;
wir tragen fröhlich auf zum Herrn
der Leute Frühgebet.

Der Bauer kommt und streut die Saat,
   tirili, tirili,
behüt' sie, Gott, mit deiner Gnad',
   tirili, tirili!
Er pflegt die Saat und hegt sie fromm
mit sau'rem Schweiß und Müh',
d'rum rufen freundlich wir Willkomm',
wenn wir ihn schauen früh.

Wer freien Blicks zum Himmel zieht,
   tirili, tirili,
der sieht uns wohl, hört unser Lied,
   tirili, tirili!
Doch wen ein bös' Gewissen drückt,
wess Herz nicht frei und licht,
und wer nicht frei zum Himmel blickt,
versteht dies Lied auch nicht.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Franz Wilhelm Abt (1819 - 1885), "Lerchengesang", op. 174 (Zehn leichte Duetten für Sopran und Alt (auch im Chor zu singen) mit Pianoforte) no. 9, published 1860 [ vocal duet for soprano and alto with piano ], Braunschweig, Bauer [sung text checked 1 time]

Researcher for this text: Johann Winkler

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Word count: 117