by Albert Träger (1830 - 1912)

Mondnacht im Gebirge
Language: German (Deutsch) 
Die Berge träumen im Mondenlicht,
das flimmernd im träumenden See sich bricht.
Es träumt die Blüte, das Blatt am Baum,
doch den seligsten Traum
voll heimlicher Pracht
träumt die Maid in der duftigen Siommernacht.

Voll ist der Krug, sie säumt und lauscht,
was des Brunnens murmelnde Quelle rauscht.
Sie hört es wohl, weil alles still,
was die flüsternde will.
Einstimmet so sacht
ihr Herz in der duftigen Sommernacht.

Fließen auch viele Wasser bergein,
und wechselt noch oftmals der Mondenschein,
eh' Maid und Quelle ihr Ziel erreicht,
hat doch Alles vielleicht
zusammengebracht
im Traum in der duftigen Sommernacht!

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Franz Wilhelm Abt (1819 - 1885), "Mondnacht im Gebirge", op. 369a (4 Gedichte für eine Singstimme mit Pianoforte) no. 4, published 1869 [ voice and piano ], Wien, Haslinger; note: this opus number was used later in 1870 by André in Offenbach, so we have added an 'a' to distinguish this opus [sung text checked 1 time]

Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-11-15
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