by Walter Scott, Sir (1771 - 1832)
Translation by Anonymous / Unidentified Author

Des Kriegers Abendlied
Language: German (Deutsch)  after the English 
Die Nacht sinkt trüb' und finster,
rings schweiget das Getos';
mein Bett ist Heid' und Ginster,
die Decke Farn und Moos.
Die Tritte ferner Wachen,
sie lullen mich schon ein.
Dass sanfte Träume lachen,
mein Lieb', gedenk' ich dein.

Schaust auf du zu dem Sterne?
Er leuchtet mir und dir.
Schwebst du in diese Ferne,
in dein' Gebet zu mir?
Wohl nötig wird das Beten,
denn in der Morgenstund'
soll sich im Blute röten
der rosszerstampfte Grund.

Wie es der Herr mag lenken,
er sieht ja uns're Not!
An dich will ich gedenken
getreu bis in den Tod.
Muss ich im Kampfe fallen,
dem Tode angetraut,
soll sein mein letztes Lallen
dein Name, holde Braut!

Will uns der Himmel schützen,
erfreut uns reicher Sieg!
Und kehr' ich mit den Schützen
zur Heimat aus dem Krieg,
die Nacht soll uns umschließen,
gewiegt auf weichem Flaum;
der Tag soll uns dann fließen
ein holder Friedenstraum.

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-11-30
Line count: 32
Word count: 153