by Ottilie von Graefe (1816 - 1898)
Drei Worte
Language: German (Deutsch)
Der Himmel ist so dunkel, schwarz wie ein Totenzelt, kein munter Sterngefunkel blickt Freude auf die Welt. Und bis an mein e Seele schleicht Nacht und Öde sich; nur drinnen ist es helle, da strahlt's: Er liebet dich! Er ist von mir gegangen, zieht weiter fort und fort; kein Blick kann hergelangen, kein liebevolles Wort. Kein Gruß darf zu mir dringen, stumm ist die Welt für mich, nur ein's hör' ich erklingen, das tönt: Er liebet dich! Der Hoffnung ist zerschlagen ihr Fittich schnell und leicht, drum darf sie nicht mehr wagen den Flug ins Zukunftsreich. Für ihrer Flügel Wunden zeigt nur ein Balsam sich; an dem mag sie gesunden, der heißt: Er liebet dich!
Text Authorship:
- by Ottilie von Graefe (1816 - 1898) [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Friedrich Wilhelm Kücken (1810 - 1882), "Drei Worte", op. 42 (Vier Lieder) no. 3 [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-01-24
Line count: 24
Word count: 115