by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Wie rauscht ihr Waldesschatten
Language: German (Deutsch)
Wie rauscht ihr Waldesschatten So kühl noch weit und breit! Wie schaut im bunten Kleid Ihr Blumen nur so lustig aus den Matten! Wie mögt ihr Vöglein pfeifen In dieser argen Zeit! – Mir ist so trüb, ich kann es kaum begreifen. Ist's doch ein Traum gwesen, Der sonder Spur verschwand, Daß du, mein deutsches Land, Noch einmal seist zu Ehren auserlesen. Und wo in vor'gen Tagen Der Stuhl des Kaisers stand, Wächst fort das Gras; das muß ich ewig klagen.
Confirmed with Emanuel Geibel, Werke, Band 2, Leipzig und Wien, 1918, pages 203-204.
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Wie rauscht ihr Waldesschatten", written 1849, appears in Heroldsrufe, in Von 1849 bis 1866 [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Wilhelm Heinrich Riehl (1823 - 1897), "Wie rauscht ihr Waldesschatten", published 1877 [ voice and piano ], from 35 neue Lieder für das Haus, no. 3, Leipzig, Leuckart [sung text not yet checked]
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2026-03-06
Line count: 14
Word count: 81