Waldlied
Language: German (Deutsch)
Liedchen, halle, Liedchen, schalle, in melod'schem Fluge walle durch das still verschwieg'ne Tal; grüße mir's viel tausendmal! Wie die zitternde Libelle auf der leicht bewegten Welle flatt're du, mein Waldgesang, zu dem Baum am Felsenhang! Flüst're leise, flüst're linde meinem spät noch wachen Kinde meiner Seele Seligkeit, der Geliebte sei nicht weit. Sage dann den nächt'gen Gründen, keinem möchte sie verkünden, dass wir zwei die laue Nacht Herz an Herzen zugebracht. Bäum' und Blumen, sollt nichts wissen von dem Plaudern, von dem Küssen! Gehet, Vöglein, geht zur Ruh', Sternlein, drückt die Augen zu! Weck uns, Lied der Philomelen, aus dem Taumel trunk'ner Seelen, aus der Liebe Träumerei'n erst beim nächsten Morgenschein!
Text Authorship:
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Ludwig Liebe (1819 - 1900), "Waldlied", op. 4 no. 1, published 1845 [ vocal duet for 2 tenors with piano ], from Waldklänge. 6 Gedichte von Dr Emil Brämer, no. 1, Mainz, Schott [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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