Der Himmel im Walde
Language: German (Deutsch)
Da droben auf dem Berge verweilt' ich tief betrübt; da streift mich eine Lerche und fraget, was es gibt, schwingt singend dann zum Walde sich nieder in das Tal, dass es gar wonnig schallte im laubdurchwirkten Saal. Der Wald, der grüßt aufs Beste, kühlt meine wunde Brust und schüttelt seine Äste vor lauter Freud' und Lust: „Du junges Blut, sei munter, lass fahren jede Pein! Vom Berge komm herunter und kehre bei mir ein! Du blickest so mit Sehnen zum Himmel über dir; ich trockne deine Tränen, sollst finden ihn bei mir!“ Er langte mit den Zweigen zum blauen Himmel hin, tät' liebend ihn erreichen und zu sich niederzieh'n. Drauf schloss mit seinen Armen er liebevoll mich ein; nun musst' ich wohl erwarmen, ich war im Himmel drein.
Text Authorship:
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Ludwig Liebe (1819 - 1900), "Der Himmel im Walde", op. 4 no. 2, published 1845 [ vocal duet for 2 tenors with piano ], from Waldklänge. 6 Gedichte von Dr Emil Brämer, no. 2, Mainz, Schott [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-08-01
Line count: 28
Word count: 128