Waldesruf
Language: German (Deutsch)
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Aus den Bergen, aus den Klüften schallt ein lauter Freudenhall, aus den Wäldern, aus den Lüften tönt ein Singen überall. In dem Walde steht geschrieben: Frühling, Frühling ist genaht! Und das Singen, Jauchzen, Lieben wandert froh den freien Pfad. Laue Luft aus lichten Höhen, lust'ger, gold'ner Sonnenschein; wirre Nebel von den Seen streifen all' zum Wald hinein. Drinnen klingt's wie Morgenglocken, alle Wipfel steh'n verzückt, und des Lenzes lieblich Locken hat den Wald grün ausgeschmückt. Süßes Rauschen, heil'ges Wehen, frommer Wunder Aufenthalt; lass mich dir ins Augen sehen, sei gegrüßt, du schöner Wald! Leise Stimmen fröhlich rufen: Waldwärts, waldwärts lasst uns zieh'n! Für das Herze sind dort Stufen aufgebaut zum Himmel hin! Schlage über mich zusammen, Schattendom, so frisch und kalt, kühl' des Busens wilkde Flammen, nimm mich auf, du stiller Wald!
Text Authorship:
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Ludwig Liebe (1819 - 1900), "Waldesruf", op. 4 no. 5, published 1845 [ vocal duet for 2 tenors with piano ], from Waldklänge. 6 Gedichte von Dr Emil Brämer, no. 5, Mainz, Schott [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-08-01
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