by Paul Antschel (1920 - 1970), as Paul Celan
Weiß und leicht
Language: German (Deutsch)
Sicheldünen, ungezählt. Im Windschatten, tausendfach: du. Du und der Arm, mit dem ich nackt zu dir hinwuchs, Verlorne. Die Strahlen. Sie wehn uns zuhauf. Wir tragen den Schein, den Schmerz und den Namen. Weiß, was sich uns regt, ohne Gewicht, was wir tauschen. Weiß und Leicht: laß es wandern. Die Fernen, mondnah, wie wir. Sie bauen. Sie bauen die Klippe, wo sich das Wandernde bricht, sie bauen weiter: mit Lichtschaum und stäubender Welle. Das Wandernde, klippenher winkend. Die Stirnen winkt es heran, die Stirnen, die man uns lieh, um der Spiegelung willen. Die Stirnen. Wir rollen mit ihnen dorthin. Stirnengestade. Schläfst du? Schlaf. Meermühle geht, eishell und ungehört, in unsern Augen.
Text Authorship:
- by Paul Antschel (1920 - 1970), as Paul Celan, "Weiß und leicht", appears in Sprachgitter [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
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- Also set in English, a translation by Michael Hamburger (1924 - 2007) , copyright © ; composed by Harrison Birtwistle, Sir.
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2003-11-24
Line count: 32
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