by Johannes Robert Becher (1891 - 1958)
Wolke
Language: German (Deutsch)
Es kommt ein Dunkel auf uns zu, dasaus ein Wind uns kalt umstreicht, O schwere dunkle Wolke du, die bis zur Erde niederreicht... Es steht die Wolke unbewegt, wie festgewachsen an dem Ort, und mancher sinnt wohl und erwägt und fragt: "Wann zieht die Wolke fort?" Ein Dunkel bricht auf uns herein, ich hör dich sagen: "Mach doch Licht! Es wird ein langes Dunkel sein..." Uns drückt der Wolke schwer Gewicht. Ein Kind sitzt an dem Grabenrand und blickt zur Wolke hin, die groß herunterhängt. O fernes Land der Tage, blau und wolkenlos! Wer singt ein Lied, das weithin schwingt und Kündet eine helle Zeit?! Ein Wunder, daß ein Lied gelingt ein dieser Wolkendunkelheit! O schwere dunkle Wolke du, die bis zur Erde niederreicht. Wir singen uns im Dunkel zu, und sieh: die schwere Wolke weicht.
Text Authorship:
- by Johannes Robert Becher (1891 - 1958) [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Manfred Weiss (b. 1935), "Wolke", 1982 [ baritone, violoncello, and piano ], from Erfüllung der Zeiten, no. 5 [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Peter Donderwinkel
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 24
Word count: 136