by Christian Schreiber (1781 - 1857)

Freude, Friede, Hoffnung
Language: German (Deutsch) 
Wer ist's, die so [freundlich]1 des Lebens Bild,
Hinzaubert dem trunkenen Blick?
Die den Becher der Liebe mit Nektar füllt,
Fest hält an der Schwinge das flüchtige Glück?
Es ist die Freude, die leis und zart
Sich wiegt auf den Blüthen der Gegenwart. 

Wer ruft dir manch tröstendes [himmlisches Wort]2
Ins einsam klagende Herz? 
Wer scheucht von der Stirne den Kummer fort,
Vom Busen den   [nagenden, wilden]3 Schmerz?
Es ist der Friede der ewig jung,
Wohnt in dem Hain der Erinnerung. 

Wer, wenn dich der Zauber im Leben verläßt,
Reicht freundlich die Hand dir, und mild?
Und hält sie so treu, und so liebend fest,
Wenn rings sich der Himmel mit [Sturm]4 umhüllt?
Es ist die Hoffnung, die schön und licht
Der Zukunft heiliges Dunkel bricht.

View original text (without footnotes)

Confirmed with Taschenbuch für Damen, Tübingen: J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1806, page 52.

1 Himmel: "magisch"
2 Himmel: "Himmelswort"
3 Himmel: "wilden, den nagenden"
4 Himmel: "Stürmen"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

Text added to the website: 2020-02-03 00:00:00
Last modified: 2020-02-03 17:41:05
Line count: 18
Word count: 126