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Die Sterne
Language: German (Deutsch)  after the German (Deutsch) 
Wie wohl ist uns im Dunkeln, 
Wie weht die laue Nacht! 
Die Sterne Gottes funkeln 
In feierlicher Pracht. 
Kommt Freunde, kommt ins Freie, 
Und laßt in jene Bläue, 
Und laßt zu jenen Höhn 
Uns staunend aufwärts sehn!  

Seht, wie die Leier schimmert! 
Seht, wie der Adler glüht! 
Seht wie die Korne flimmert 
Und Gemma Funken sprüht!  
Die hellen Wächter winken, 
Die goldnen Wagen blinken, 
Und stolz durchschwimmt der Schwan 
Den blauen Ozean.  

O Sterne Gottes, Zeugen 
Und Boten bessrer Welt!  
Ihr heißt den Aufruhr schweigen, 
Der uns den Busen schwellt, 
Wir sehn hinauf, ihr Hehren, 
Zu euren lichten Sphären: 
Und Ahndung ew'ger Lust 
Stillt die empörte Brust. 

Ja, Freunde, wenn die Schwermuth 
Das Aug' uns trübend hüllt, 
Wenn uns die Welt mit Wermuth 
Den Lebensbecher füllt:  
So geht hinaus im Dunkeln, 
Und seht die Sterne funkeln: 
Und leiser wird der Schmerz, 
Und freier schlägt das Herz. 

Auch wenn des Schicksals Strenge,
Geliebte, eins uns trennt, 
Und uns das Weltgedränge 
Nicht Blick, nicht Gruß mehr gönnt: 
So schaut hinauf ins Freie, 
In jene weite Bläue, 
In jenen lichten Höh'n:
Dort, dort ist Wiedersehn. 

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Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

  • by Carl Gottlieb Hering (1766 - 1853), "Die Sterne", published 1821 [ three-part men's chorus ], confirmed with Musikalisches Volksschulengesangbuch, vier und zwanzigster Theil, erste Abtheilung, ed. by Carl Gottlieb Hering, Leipzig: Gerhard Fleischer, 1821, pages 70 - 73. Appears in Zwey und dreystimmige Lieder, in Völlig dreystimmige Lieder, no. 18 [sung text checked 1 time]

Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2020-11-27
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