by Friedrich August Leo (1820 - 1898)
Einst thät ein Lied erklingen
Language: German (Deutsch)
Einst thät ein Lied erklingen, Du weißt nicht wann — nicht wo — Nun hörst Du's wieder singen, Da wird Dein Herz so froh Da siehst Du's Dich umschweben, Es macht Dich wieder jung, Ein längst vergeßnes Leben In der Erinnerung. Es wohnten einst die Sterne In Deines Herzens Raum, Nun leuchten sie von ferne Und küssen Dich im Traum. Die Sterne sind die Stunden, Die einstmals uns erquickt, Nach denen, nun verschwunden, Das Herz voll Sehnsucht blickt. Solch einer lieben Stunde Gedenk ich heut so gern, Mein Herz aus tiefstem Grunde Schaut auf nach jenem Stern. Es grüßt ihn, ach, so heiter Es winkt ihm freudig zu — Du Stern, Du leuchte weiter Bis in die ewge Ruh!
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Confirmed with F.A. Leo, Gedichte, Halle : Emil Barthel, 1870, p.70
Text Authorship:
- by Friedrich August Leo (1820 - 1898), "Hun hörst Du's wieder singen", appears in Gedichte, Halle : Emil Barthel, first published 1870 [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Mary Wurm (1860 - 1938), "Einst thät ein Lied erklingen", op. 33 no. 1 (1892) [sung text not yet checked]
Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]
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