O! ich höre, wie beim Quell
Language: German (Deutsch) 
O! ich höre, wie beim Quell 
Meines hirten Stimme schallet, 
Dorten, wo er spiegelhell 
Durch die Felsen wallet. 

Soll ich, Himmel, soll ich ihm 
Nahen oder ihm entfliehen? 
Götter! welch ein Ungestüm 
Bebt in meinen Knien! 

Solche Stimme, solchen Klang 
Hab' ich nie von ihm gehöret;  
Horch! er singet den Gesang, 
Den ich ihn gelehret: 

"Meinen Schäfer lieb' ich mehr 
A;s die Lämmer ihre Spiele;  
Treibe deine Heerde her, 
Schäfer, hier ins Kühle! 

Hier im Kühlen sollen mir 
Deine Lippen neues Leben, 
Neues Leben sollen dir 
Meine Lippen geben." 

Seine Stimme reißt mich hin; 
Allmacht ist es, was ich fühle.  -- 
Schäfer, deine Schäferin 
Eilt zu dir ins Kühle.

H. Nägeli sets stanzas 1, 3-6

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Confirmed with Hirtenlieder, Leipzig: Johann Gottfried Müller, 1772. Erstes Buch, pages 40 - 41.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

Text added to the website: 2017-03-04 00:00:00
Last modified: 2017-03-04 14:52:45
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