by Heinrich Christian Ludwig (Leberecht?) Senf (d. 1793), as H. C. L. S.

Nacht und still ist um mich her
Language: German (Deutsch) 
Nacht und still ist um mich her;
Kaum ein Lüftchen regt sich mehr;
Nur der liebe Mond bescheint
Noch so traulich seinen Freund.

Tausend Tränen sind versiegt;
Tausend Sorgen eingewiegt;
Und so manchem Leidenden
Zeigt ein Traum Elisien.

Jede marternde Begier, 
Still ist jeder Wunsch in mir,
Der wohl um ein Puppenspiel
Dieser Welt mir sonst entfiel.

Immer, Glück, mir gilt es gleich!
Mache andre gross und reich;
Denn von allem, was du hast,
raubt mir nichts der Seele Rast.

Kann ich reines Herzens nur
Dich bewundern, o Natur;
Kann ich nur an Freundes Hand
Wandeln bis an's Grabes Rand.

O, was wünsch' ich dann wohl mehr?
Rings blüh'n Freuden um mich her;
Und mit frohem leichten Sinn
Blick' ich durch das Leben hin.

H. Nägeli sets stanzas 1, 5-6

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Beneath the poem: "Leipzig, im Herbstmond"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Joachim Fischer

Text added to the website: 2012-04-09 00:00:00
Last modified: 2016-08-20 10:30:20
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