by (Karl) Theodor Körner (1791 - 1813)

Die Wunde brennt, die bleichen Lippen...
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): CAT
Die Wunde brennt, die bleichen Lippen beben
ich fühl's an meines Herzens matterm Schlage,
hier steh ich an den Marken meiner Tage
Gott, wie du willst! Dir hab ich mich ergeben.
Viel gold'ne Bilder sah ich um mich schweben;
das schöne Traumbild wird zur Totenklage.
Mut! Mut! Was ich so treu im Herzen trage,
das muß ja doch dort ewig mit mir leben!
Und was ich hier als Heiligtum erkannte,
wofür ich rasch und jugendlich entbrannte,
ob ich's nun Freiheit, ob ich's Liebe nannte:
Als lichte Seraphe seh ich's vor mir stehen;
und wie die Sinne langsam mir vergehen,
trägt mich ein Hauch zu morgenroten Höhen.

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Confirmed with Theodor Körner, Sämmtliche Werke: Leier und Schwert, ed. by Karl Streckfuß, Berlin: in der Nicolai'schen Buchhandlung, 1835, page 25.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , title 1: "Adéu a la vida", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Ferdinando Albeggiani , Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2008-07-04
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