Ich trachte nicht nach solchen Dingen
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): DUT FRE ITA
Ich trachte nicht nach solchen Dingen, 
Die hoch und zu gefährlich sind; 
Mein Geist sucht nirgend durchzudringen, 
Al wo er leichte Bahne findt.  
Ich ruhe sanft bis an den Morgen, 
Wenn mancher, welcher voller Sorgen  
Nach eitler Hoffnung ängstlich ringt, 
Der blinden Göttin Weihrauch bringt.  

Ich merke, dass in unserm Leben 
Was Göttliches mit unter spielt; 
Wer sich will zu den Sternen heben, 
Und diesen Trieb nicht bei sich fühlt, 
Muss endlich gar ein Spott auf Erden, 
Ja, sich selbst Höll und Henker werden:  
Weil der, der sich am meisten quält, 
Zuerst oft seinen Zweck verfehlt.  

Wer will, mag in den Lüften fliegen, 
Mein Ziel erstreckt sich nicht so weit;  
Ich lasse mich mit dem begnügen, 
Was nicht bemüht und doch erfreut. 
Ein and'rer mag sich knechtisch beugen, 
Um desto höher aufzusteigen; 
Ich neid' ihm nicht in meinem Sinn, 
Und bleibe gerne, wer ich bin.

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G. Telemann sets stanza 3

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Confirmed with Kurze Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, II. Theil, ed. by G. Fr. Heinisch and J. L. Ludwig, Bamberg: Buchner'schen Buchhandlung, 1857, pages 34 - 35; and with Des Herrn von Canitz sämtliche Gedichte, Bern: Verlegts Beat Ludwig Walthard, 1764. Appears in Vermischte Gedichte, pages 85 - 86.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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