by Paul Antschel (1920 - 1970), as Paul Celan
Oben, geräuschlos, die
Language: German (Deutsch)
Oben, geräuschlos, die Fahrenden: Geier und Stern. Unten, nach allem, wir, zehn an der Zahl, das Sandvolk. Die Zeit, wie denn auch nicht, sie hat auch für uns eine Stunde, hier, in der Sandstadt. (Erzähl von den Brunnen, erzähl von Brunnenkranz, Brunnenrad, von Brunnenstuben – erzähl. Zähl und erzähl, die Uhr, auch diese, läuft ab. Wasser: welch ein Wort. Wir verstehen dich, Leben.) Der Fremde, ungebeten, woher, der Gast. Sein triefendes Kleid. Sein triefendes Auge. (Erzähl uns von Brunnen, von – Zähl und erzähl. Wasser: welch ein Wort.) Sein Kleid-und-Auge, er steht, wie wir, voller Nacht, er bekundet Einsicht, er zählt jetzt, wie wir, bis zehn und nicht weiter. Oben, die Fahrenden Bleiben unhörbar.
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Text Authorship:
- by Paul Antschel (1920 - 1970), as Paul Celan, "Oben, geräuschlos" [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Jan Vriend (b. 1938), "Oben, geräuschlos (Hommage)", 1991, from Three songs, no. 3 [sung text not yet checked]
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2023-01-11
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