by Christian Ludwig Reissig (1784 - 1847)

Unter Wonnemelodien
Language: German (Deutsch) 
Unter Wonnemelodien
Ist der holde Mai erwacht, 
Wiese, Tal und Hügel blühen, 
Und der gold’ne Äther lacht. 

Alles jubelt Liebe! Liebe!
Wie berauscht von Götterlust! 
Der Allmächtigste der Triebe, 
Hebt auch zärtlich meine Brust. 

Ach! In welchem Blumenraume 
Wandelt wohl dies Himmelsbild, 
Das mir wachend und im Traume 
Meine Brust mit Wonne füllt! 

Du, die ich von Gott erbitte,
Der dieses Herz voll Treue schlägt, 
Komm in meine Halmenhütte, 
Wo das Leben Blumen trägt. 

Hier soll jeder Blick dich segnen, 
Gold‘ne Ruhe dich erfreu‘n, 
Süße Liebe dir begegnen,
Und dir Hoffnung Rosen streu‘n. 

Blüh‘ indessen schön wie Floren,
Mit der Unschuld Kranz geschmückt, 
Bis die lieblichste der Horen
Mich in deinem Arm beglückt. 

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

This text was added to the website: 2020-09-04
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