by Ernst Friedrich Georg Otto, Freiherr von der Malsburg (1786 - 1824)
Mondbild
Language: German (Deutsch)
Wo der Mondschein auf den Wellen still hinunter gleitet und den Strom zu einem hellen Blatte vor mir breitet, seh' ich bald im lichten Grunde leise was sich malen, das da mischt in süßem Bunde Farben zu den Strahlen. Und da löst sich sanft das Bildnis dem beglückten Sinne, und die kalte gold'ne Wildnis wird ein Sitz der Minne. Blumen scheinen aufzusprossen, weiße, rote, blaue, bis in einen Glanz ergossen ich ein Antlitz schaue. Mir erhebt sich zum Entzücken Häuptchen aus dem Golde; möcht' es an den Busen drücken - und sie nickt, die Holde. Wäre sie der Flut entstiegen! Zöge sie mich nieder! Wolken, ach, am Mond hinfliegen, löschen alles wieder!
Confirmed with Penelope. Taschenbuch für das Jahr 1825, 14. Jahrgang, Leipzig.
Text Authorship:
- by Ernst Friedrich Georg Otto, Freiherr von der Malsburg (1786 - 1824), "Mondbild" [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Georg Joseph von Rieff (1771 - 1842), "Mondbild", from Liederkranz von Ernst Freiherrn von der Malburg, no. 3 [sung text checked 1 time]
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
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