Der Sommerabend schauet
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Der Sommerabend schauet
So still auf's Erdenreich,
Tiefer der Himmel blauet,
Des Westens Rot wird bleich.

An den Bergen verglühet
Der goldne Abendschein,
Still heimlich rauschend ziehet
Drunten der tiefe Rhein.

Es duften [Reben]1 und Rosen
Um das freundliche Haus,
[Liebliche]2 Mädchen kosen
Von dem Balkon heraus.

[Sie ringen und]3 umschlingen,
[Sich spielend Brust an Brust]4,
Saiten und Lieder erklingen,
[Und wecken verschollene Lust.]5

Ich wandle auf und nieder
[Mit meinem seligsten]6 Traum;
Verklungen sind längst die Lieder,
Ich weiss es selber kaum.

Und wie ich erwache, [dunkelt]7
So gross mich an die Nacht,
Der Himmel [sterndurchfunkelt]8,
[Die Berge in ruhiger]9 Pracht.

About the headline (FAQ)

View original text (without footnotes)
Confirmed with Dichtungen eines Rheinischen Poeten, Band 1: Mein Herz ist am Rheine. Liederbuch von Wolfgang Müller von Königswinter, Vierte vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1871, p. 21.

1 Kinkel: "Orangen"
2 Kinkel: "Rosige"
3 Kinkel: "Scherzend sich"
4 Kinkel: "Ringend im süssen Spiel"
5 Kinkel: "Ich sinne und träume viel;"
6 Kinkel: "In süssem, seligen"
7 Kinkel: "blicket"
8 Kinkel: "sternendurchsticket"
9 Kinkel: "Und der Berge ruhige"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website: 2009-05-02
Line count: 24
Word count: 102