by Theodor Oelkers (1816 - 1869)

Soldatentod
Language: German (Deutsch) 
Kein schön'rer Tod ist auf der Welt,
als in des Schlacthfeld's Reigen,
auf grüner Haid, ist wohl bestellt
ein Bettlein traut und eigen.
Es ruht sich draussen sanft und kühl
in Frühlingsgrünem Blattgewühl,
und draber wehen linde
die Früh und Abend winde.

's ist auf der Welt nur Müh und Last,
und eitel Noth und Sorgen,
doch wer im Kampfe findet Rast,
der ist gar wohl geborgen.
Bei Trommelschall, Trompetenklang
wird nimmer dem Soldatenbang,
wohl hoch ist zu beneiden,
ein Grab auf grünen Haiden.

Da naht der Tod, nicht matt und bleich,
er strahlt ihm roth entgegen, 
empfäht ihn laut und ruhmesreich
im dichten Kugelregen.
Wird mancher auch dahingerafft,
so fällt er doch in stolzer Kraft
's ist besser kühnes Wagen,
als ängstlich Sorge tragen.

Drum ist des Wehrmanns Tod so schön,
auf freier grüner Haide,
er weiss im lauten Schlachgetön,
von Klagen nichts noch Leide
Dann singen Vögel im Blattgewühl,
dann weh'n die Winde leis' und kühl,
die mit den wilden Rosen
auf seinem Grabe kosen.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Andrew Schneider [Guest Editor]

This text was added to the website: 2009-08-28
Line count: 32
Word count: 167