by Emil Theodor Hecker (1809 - 1834)

Ich bin die Blume, du bist der Thau
Language: German (Deutsch) 
Ich bin die Blume, du bist der Thau, 
Die Lieb' ist unsre Frühlingsau. 
Dein klares Auge ruht auf mir, 
All' Wonnen spiegeln sich in dir, 
Du bist so klar, du bist so hell, 
Bist meiner Blüthe einz'ger Quell,  --  
Ich bin die Blume, du bist der Thau! 

Ich bin die Blume, du bist der Thau, 
Du kommst herab von des Himmels Blau. 
Du bist der Liebe reines Licht, 
Die Gnade, die mir stets gebricht, 
Die stärkend auf mich niederträuft 
Und jede Knospe zur Blüthe reift,  --  
Ich bin die Blume, du bist der Thau!  

Ich bin die Blume, du bist der Thau, 
Der Tag ist golden, die Nacht ist rauh. 
Es weht der Sturm zerstörend her, 
Ich habe geblüht, ich blühe nicht mehr. 
Du aber läßest nicht von mir, 
Weinst mit die letzte Thräne hier,  --
Ich bin die Blume, du bist der Thau!  

About the headline (FAQ)

Confirmed with Deutscher Musenalmanach, fünfter Jahrgang, ed. by Chamisso and Schwab, Leipzig: Weidmannsche Buchhandlung, 1834, pages 357 - 358. Appears in Lieder von Emil Hecker, no. 2.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2020-06-20
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