by Ludwig Fulda (1862 - 1939)

Stromab! Stromab! Ich steh' am Rand
Language: German (Deutsch) 
Stromab!  Stromab!  Ich steh' am Rand
Des Ufers mit verhaltnem Weinen,
Und eine liebe liebe Hand
Ruht abschiednehmend in der meinen. 

Stromab! Stromab! Nun ist's geschehn;
Die Welle rauscht, die Segel wallen. 
Ein weißes Tüchlein seh' ich wehn,
Hör' eine Stimme Ruf verhallen. 

Stromab!  Stromab!  Zwei Furchen nur
Verrathen wo das Schiff gezogen; 
Schon überspülen ihre Spur 
Die fremde theilnahmlosen Wogen. 

O letzter Blick!  O letzter Blick!
Die heiße Thräne rinnt hernieder;
So ziehet Glück und Jugend fort
Stromab, stromab und kehrt nicht wieder. 

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Confirmed with Gedichte von Ludwig Fulda, Berlin: F. Fontane, 1890, pages 134 - 135.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2018-07-01
Line count: 16
Word count: 84